|
Diabolischer Ahne
WAZ, Essen, 04.11.2007, Von Virgil Grymonprez,
Zur Premiere von "Paganinis Geheimnis" in
der Lichtburg kamen die Urenkel des ,Teufelsgeigers'
Was wird ihm nicht alles nachgesagt: Der Teufel führte seinen
Geigenbogen. Ein Mörder sei er gewesen. Und die Frauen soll
er betört haben, nicht nur mit seiner Musik. Vieles aus dem
Leben Nicolò Paganinis wird mystifiziert. Damit wollten
seine beiden Urenkel Andrea und Stefano Paganini zumindest teilweise
Schluss machen und erklärten sich bereit, "Paganinis
Geheimnis" in Axel Fuhrmann und Volker Schmidts Dokumentarfilm
zu lüften.
Sie vermuten, dass eine seltene Erbkrankheit
Grund für das
technische Ausnahmetalent ihres Ur-Großvaters Nicolò gewesen
ist. Der Film zeigt wie die Urenkel auf den Spuren Paganinis wandeln
und anhand ihres eigenen Blutes und vererbter Haarlocken, die DNA
des Teufelsgeigers bestimmen lassen.
Der eigentliche Clou bei der Kino-Premiere
des Films in der Lichtburg - im Fernsehen lief er bereits in der
ARD - war, dass mit dem Violinvirtuosen Ingolf Turban der Hauptdarsteller
und musikalische Berater anwesend war. Er konzertierte vor und
nach der Filmvorführung mit Werken
Paganinis.
Die Kombination aus Film und Konzert war durchaus
gelungen, was sowohl an der Qualität des Films vort allem
aber auch an Klasse von Turbans Spiel lag. Paganinis Werke spielt
der Virtuose so verinnerlicht als sei der Italiener sein eigener
diabolischer Ahne. Das Publikum in der sehr gut besuchten Lichtburg
feierte Ingolf Turban und sein Orchester mit lange anhaltendem
Applaus.
Kontakt:
Axel Fuhrmann,
Leiter Entwicklung und Produktion

merkur.tv GmbH
Heinrich-Brüning-Str. 9
53113 Bonn
Telefon 0228/ 88 41 29
Telefax 0228/ 88 41 60
Mail afuhrmann@merkur.tv

Ein Unternehmen der Verlagsgruppe Rheinischer Merkur und der Tellux
|