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In Entwicklung

  Riccardo Chailly
Vom Ursprung des Klangs
(AT)

Buch: Axel Fuhrmann
Regie: Axel Fuhrmann
Länge: 43'30 min/52'00 min
Format: HD 16:9
Produktion: merkur.tv Bonn im Auftrag des MDR/arte

Er ist einer der ganz großen Pultstars der Gegenwart. Wo er auftritt, dominiert die Freude des spontanen Musizierens. Präzise, analytisch und unerbittlich feilt er an seinen Klangidealen. Abends im Konzertsaal aber lässt er dann der Funken sprühenden Energie des Augenblicks freien Lauf. Riccardo Chailly – einer der besten Dirigenten der Welt.

Claudio Abbado holt den damals 21-Jährigen als seinen Assistenten und zweiten Dirigenten an die Mailänder Scala. Von da an geht es steil bergauf. Chailly tritt regelmäßig in Chicago und San Francisco auf. Sein offizielles Debüt als Dirigent an der Scala gibt er 1978 mit Verdis "Il Masnadieri". Bald darauf dirigiert er in Wien ebenso wie an der New Yorker Met, im Londoner Covent Garden oder an der Bayerischen Staatsoper München. Von 1982 bis 1985 ist er erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra, als man ihn für drei Jahre zum musikalischen Leiter der Oper von Bologna beruft. Als Chef des Concertgebouworkest Amsterdam erobert er in nur sechs Jahren die Top Ten der besten Dirigenten. Sein einzigartiger Mahler-Zyklus, den er mit diesem Orchester einspielt, ist bis heute legendär. Für seine großen Verdienste um die Musik ernennen ihn der italienische Staatspräsident zum Cavaliere di Gran Croce und die Royal Academy of Music zum Ehrenmitglied.

Seit fünf Jahren ist der 1953 in Mailand geborene Riccardo Chailly Gewandhaus-Kappellmeister in Leipzig und damit Chef des mit 175 Berufsmusikern größten Orchesters der Welt. Hier, wo deutsche Dirgentenlegenden wie Wilhelm Furtwängler, Bruno Walter und Kurt Masur am Pult standen, scheint der Italiener nun seine künstlerische Heimat gefunden zu haben. Die große Geschichte des Gewandhausorchesters liegt ihm sehr am Herzen und begierig schöpft er bei seinen Interpretationen aus den reichen klangfarblichen Nuancen dieses Klangkörpers.

Der Film

Nie zuvor erlaubte Riccardo Chailly Dreharbeiten zu einem umfangreichen Porträt, im Rahmen dessen er auch außerhalb der Proben sowie in seiner Wahlheimat im Engadin und in seiner italienischen Heimat gefilmt wird. Die italienische Metropole Mailand, wo er als Sohn des Komponisten Luciano Chailly aufwuchs und seine musikalische Ausbildung genoss wird Chailly im Rahmen dieses Films ebenso besuchen, wie seine derzeitige Wahlheimat das Engadin. Hier in die wilde, energiegeladene Natur des Engadins zieht er sich so oft es geht zum Partiturstudium zurück. In den Bergen schöpft er die Kraft und Energie, um in den Musikzentren der Welt gute Pultarbeit zu leisten.

Vom Ursprung des Klanges

Im Zentrum des Films wird Chaillys Arbeit mit dem Gewandhausorchester stehen. In den historischen Foto-, Film- und Dokumenten-Archiven des Gewandhauses geht er auf Spurensuche nach dem Ursprung des Klangs dieses Orchesters im 19. und 20. Jahrhundert. Und in den Proben erarbeitet er mit den Musikern aus dem spezifischen Klang des Orchesters heraus neue Interpretationen. Auf Chaillys Suche nach dem Ursprung des Klangs wird deutlich, dass dieser einerseits in der langen Tradition, andererseits in den speziellen Fähigkeiten jedes einzelnen Musikers liegt und schließlich, last but not least, in der Energie, die der Dirigent in die Interpretation einbringt.

Die Kamera begleitet Riccardo Chailly durch seinen Arbeitsalltag in Leipzig. Etwa wenn er sich mit Interpreten wie Sir Roger Norrington und Kent Nagano, Vadim Repin und Mauricio Pollini zu inspirierenden Arbeitsgesprächen trifft. Der Film liefert spannende Einblicke in die Arbeit des Dirigenten hinter den Kulissen.

Und das nicht nur in Leipzig sondern auch auf Tournee. Wir begleiten Riccardo Chailly in den Konzertmetropolen der Welt, beim Konzert mit dem Gewandhausorchester in der New Yorker Carnegie Hall. Auch bei der ersten Tournee des Orchesters durch Russland nach dem Fall der Mauer sind wir mit dabei. Weitere Stationen sind der Wiener Musikverein und London, wo Chailly das Orchester bei den legendären Proms dirigiert.

Der Film gewinnt seine dramaturgische Spannung aus drei Ebenen, die miteinander verwoben werden:

1. Chaillys Suche nach dem Ursprung des Klangs, die sich sowohl in Leipzig, bei seiner musikalischen Arbeit mit dem Gewandhausorchester und auf Spurensuche in den Archiven des Orchesters abspielt als auch auf Gastspielen und Tournee mit dem Orchester.

2. Chaillys Aufenthalt in der einsam wilden Bergnatur des Engadin, wo er sich erholt, Partituren studiert und Kraft tankt. Momente des Alleinseins in der Abgeschiedenheit der Natur, in denen er Energie und neue Ideen finden kann. Schon Gustav Mahler, dessen Musik sich Chailly sehr verbunden fühlt, fand in der Natur die Inspirationsquelle für seine Sinfonien.

3. Chaillys Besuch seiner italienischen Heimatstadt Mailand, wo sein Vater als Komponist wirkte und er selbst seine musikalische Prägung und Ausbildung erhielt, wo er als Assistent Abbados wirkte und wo er auch heute noch in der Scala dirigiert.

Mögliche Drehorte

Leipzig, Mailand, Wien, London, New York, Moskau, Petersburg, Engadin.


Kontakt:
Axel Fuhrmann,
Geschäftsführer

merkur.tv GmbH
Heinrich-Brüning-Str. 9
53113 Bonn
Telefon 0228/ 88 41 29
Telefax 0228/ 88 41 60
Mail afuhrmann@merkur.tv


Ein Unternehmen der Verlagsgruppe Rheinischer Merkur und der Tellux

 

 

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